Am 28. März 2026 findet die jährliche „Earth Hour” des World Wide Fund for Nature (WWF) statt. Die weltweite Klimaschutzaktion wurde im Jahr 2007 in Sydney ins Leben gerufen und hat sich seitdem zur größten freiwilligen Kampagne für die Umwelt entwickelt. Das Ziel besteht darin, durch das konsequente Ausschalten der künstlichen Beleuchtung für genau eine Stunde ein weithin sichtbares Signal für den Erhalt des Planeten und gegen die fortschreitende Erderwärmung zu setzen.
Jeweils um 20:30 Uhr Ortszeit erlöschen in Tausenden Städten rund um den Globus die Lichter. Neben Millionen Privathaushalten beteiligen sich auch zahlreiche Kommunen und Unternehmen, indem sie die Beleuchtung markanter Bauwerke deaktivieren. Zu den prominentesten Beispielen zählen das Brandenburger Tor in Berlin, der Eiffelturm in Paris, das Sydney Opera House und das Empire State Building in New York. Diese kollektive Verdunkelung macht deutlich, dass der Klimaschutz eine globale Herausforderung ist, die gemeinsames Handeln über Ländergrenzen hinweg erfordert.
Obwohl der direkte Energiespareffekt einer einzelnen Stunde im Verhältnis zum globalen Gesamtverbrauch oft als gering eingestuft wird, liegt der eigentliche Wert der Aktion in ihrer symbolischen Kraft. Die Earth Hour dient als jährlicher Impulsgeber, um das öffentliche Bewusstsein für ökologische Nachhaltigkeit zu schärfen und politische Forderungen nach wirksamen Klimamaßnahmen zu unterstreichen. Gleichzeitig bietet sie den Teilnehmenden die Gelegenheit, die gewohnte städtische Atmosphäre ohne allgegenwärtige Lichtverschmutzung wahrzunehmen und den Fokus bewusst auf das Thema Ressourcenschonung zu richten.
Bei uns ist die Earth Hour längst eine kleine Jahrestradition: Freunde kommen, es gibt gutes Essen bei Kerzenlicht und Jazz. Der WWF ruft auch in diesem Jahr dazu auf, die Beteiligung als Anlass zum Innehalten und zur Auseinandersetzung mit einer klimafreundlichen Zukunft zu nutzen. Wir freuen uns darauf.